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Über die Trauer zur Erkenntnis

Veranstaltung | Sonntag, 17. November 2013 | Geschrieben von Reiner Mangold

Die Spuren des 2. Weltkrieges sind in der Landschaft und in den Köpfen noch nicht beseitigt


Dass die Trauer um die Kriegstoten für alle Deutschen wichtig ist, auch für die, die nach Kriegsende geboren sind, machte der Rektor des Hariolf Gymnasiums, Martin Ries, beim Totengedenken am Friedhof Sankt Wolfgang deutlich. Der Liederkranz Ellwangen unter der Leitung von Hans Kucher und das Jugendblasorchester, geleitet von Wendelin Dauser, gaben der Veranstaltung den musikalischen Rahmen.


ELLWANGEN - Dem Theologen Dietrich Bonhoeffer, der wenige Tage vor Kriegsende im Konzentrationslager Flossenbürg erschossen wurde, gab das diesjährige Totengedenken in Ellwangen besondere Bedeutung. Der Liederkranz sang das Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ und Martin Ries erinnerte sich an eine Klassenfahrt zum KZ Flossenbürg. Den Tod Bonhoeffers habe er damals nicht nur als tragisches Schicksal, sondern als große Ungerechtigkeit empfunden.

Dass die Trauer um die Kriegstoten durchaus auch den „Spätgeborenen“ angemessen ist, machte Ries ebenfalls an einem Beispiel aus der Schule deutlich. Er las den Brief einer Schülerin vor, die darüber sinniert, wie das Leben gewesen wäre, wenn sie eine Schwester gehabt hätte. Wie anders alles wäre, wenn der Großvater aus dem Krieg zurückgekehrt wäre und weitere Kinder bekommen hätte, die heute ihre Onkel und Tanten wären.

„Auch wir Spätgeborenen sind persönlich betroffen. Die Spuren des Zweiten Weltkrieges sind da, ob noch immer sichtbar oder verborgen in den Menschen. Millionen leben mit den Nachwirkungen. “

Die Trauer sah Ries als notwendigen Weg zu der Erkenntnis, dass Kriege „zu teuer“ sind und zwar nicht im monetären Sinn. Und die Versöhnung sei so wichtig wie die Aufklärung, damit sich das Geschehene nicht wiederholt.

Neben einer Ehrenformation der Bundeswehr, die letztmalig das Totengedenken begleitete, waren Fahnenabordnungen der Feuerwehr, des DRK, des THW, der Katholischen Arbeiterbewegung (KAB) und der Kolpingsfamilie sowie des Liederkranzes Ellwangen am Platz. Zur Kranzniederlegung schritten Wolfgang Berghausen (Kriegsgräberfürsorge, VdK) Oberbürgermeister Karl Hilsenbek, Oberstleutnant Rainer Musselmann und Hauptmann Sebastian Bender an das Ehrenmal.

 

© Schwäbische Post 17.11.2013

zuletzt bearbeitet von Reiner Mangold

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Zum letzten Mal nahm in Ellwangen an der Gedenkfeier zum Volkstrauertag eine Abordnung der Bundeswehr teil. (Foto: Schneider)
Der Rektor des Hariolf-Gymnasiums, Martin Ries, sprach am Ehrenmal für die Kriegstoten über die Bedeutung von Trauer und Versöhnung. (Foto: Gerhard Königer)